Vinschgau

Der Vinschgau befindet sich im oberen Etschtal und zieht sich rund 80 km von Meran bis auf den Reschenpass. Bewohnt wurde das Tal vom rätischen Stamm der Venosten, die 16 n. Chr. von den Römern erobert wurden. Obwohl die Römer die Via Claudia Augusta durch das Tal führten, gelang keine dichtere Besiedlung der Talschaft. Diese erfolgte erst verstärkt ab dem 12 Jahrhundert unter dem Einfluss des Benediktinerklosters Marienberg. Kirchlich gehörte der Vinschgau zum Bistum Chur, und zwar bis 1816, dann ging die Seelsorge auf das Bistum Brixen über. Aus politischer Sicht vereinnahmten die Grafen von Tirol im 13 Jahrhundert den Vinschgau, der bis dahin mit dem Unterengadin eine eigene Grafschaft gebildet hatte. 

Mals Vinschgau Südtirol Romanik

Juwel mittelalterlicher Architektur: Stadt Glurns

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Glurns ist die einzige Stadt des Vinschgau und ein herausragendes Juwel mittelalterlicher Architektur. Bereits im 13 Jahrhundert erhielt Glurns das Marktrecht und stieg zu einem wichtigen lokalen Handelsstandort auf. Im 16. Jahrhundert verlor die Stadt aber wieder seine wirtschaftliche Bedeutung, sodass Glurns sein Aussehen weitgehend erhalten konnte. Der historische Stadtkern mit seinen Laubengängen, den stattlichen Herrenhäusern und Kirchen wird von einer vollständig erhaltenen Ringmauer und drei malerischen Tortürmen umgeben. Im Tauferer Torturm erinnert eine Dauerausstellung an den wohl berühmtesten Sohn der Stadt, den 2009 verstorbenen Künstler und Zeichner Paul Flora.

Museum & Besichtigung

Ruine Obermontani Vinschgau Nibelungen Lied

Ruine Obermontani (Burgkapelle St. Stephan) 

Fundort des Nibelungen-Liedes
Obermontani wurde 1228 von Albert II von Tirol als Trutzburg gegen die Churer Bischöfe errichtet und ist der Fundort einer Original-Handschrift des Nibelungenliedes aus dem Jahr 1323. Die Ruine kann nicht besichtigt werden.

Ruine Obermontani / Burgkapelle St. Stephan
Obermontaniweg
39021 Latsch

Führungen:
Auf Anfrage bei Schloss Tirol: +39 0473 220 221 oder info@schlosstirol.it

Zur Geschichte - Es war einmal ...

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Burgkapelle St. Stephan Obermontani

Die Burg Obermontani wurde 1228 von Albert II von Tirol als Trutzburg gegen die Churer Bischöfe errichtet und ist der Fundort einer Original-Handschrift des Nibelungenliedes aus dem Jahr 1323. Heute wird das Unikat als Nibelungen-Handschrift Codex I in der Berliner Staatsbibliothek verwahrt. Die Ruine kann nur von außen besichtigt werden.
 

St. Stephan bei Obermontani 

Eines ist vorwegzunehmen: Im Kern ist die Kapelle älter als die nebenstehende Burgruine Obermontani. Der hl. Stephanus zeigt an, dass die Kapelle einmal eine Eigenkirche des Bischofs von Chur war. Im frühen 15. Jahrhundert wurde sie neu errichtet. Bedeutsam sind die Wandmalereien, die alle Wandteile bedecken. Erzählt wird das Leben des Kirchenheiligen, es kommen auch Szenen aus der Heilsgeschichte vor. Die älteren Fresken entstanden um 1430, die jüngeren mit dem Leiden Christi 1487. Hier begegnen uns Einflüsse aus der Lombardei und aus Schwaben. Verlässt man die Kapelle, so fällt das große Jüngste Gericht ins Auge. Im Rachen der Hölle landen selbst Bischöfe und Mönche. Viele Ritzinschriften erzählen von Besuchern, die ältesten reichen in das 15. Jahrhundert zurück. Die Ausmalung wurde von den Herren von Montani in Auftrag gegeben. Diese saßen auf der nebenstehenden Burg. Diese ließen jedoch die Grafen von Tirol errichten. Die Burgruine kann nicht besichtigt werden. 

Wandertipp - Ritterrunde

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Lichtenburg Vinschgau

Schwierigkeit: leicht 

Start: Latsch
Strecke: 12,5 km
Dauer: 3:30 h
Aufstieg: 306 m
Abstieg: 306 m


Nicht weniger als 7 Burgen, Ruinen und Ansitze bekommt man entlang dieser gemütlichen Runde zwischen Latsch, Morter und Goldrain zu Gesicht. Und das alles auf leichten Wegen! Ohne den Abschnitt Bierkeller - Burgruine Obermontani - Plimabrücke, auch kinderwagentauglich.

Wegbeschreibung

Auf den Spuren der Ritter entlang der 12 Kilometer langen Ritter-Runde. Die wenig anspruchsvolle Wanderung entlang der Burgen, Schlösser und Ruinen von Latsch, Morter und Goldrain. Vorbei kommen Sie an der Burgruine Obermontani, welche im Jahre 1228 von Albert II. von Tirol als Trutzburg gegen die Churer Bischöfe errichtet wurde. Heute ist die Burg in Privatbesitz und somit nicht zugänglich. Auf dem selben Steig erreicht man die Burgruine Untermontani, der Fundort der Original-Handschrift des Nibelungenliedes, heute befindet sich die Handschrift im Staatsarchiv von Berlin. Sie starten die Wanderung in Latsch und gehen weiter bis zum IceForum am Bierkeller vorbei und folgen anschließend dem Weg Nr.5A vorbei an Burgen, Schlössern und Ruinen. Anschließend kommt man von Morter nach Goldrain und folgt dort dem Weg Nr.3 zurück zum Ausgansort in Latsch.

Schloss Kastelbell Burgenstrasse Südtirol

Schloss Kastelbell

Von der Wehrburg zum Renaissanceschloss
Schloss Kastelbell wurde 1238 das erste Mal urkundlich erwähnt und wurde später zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Neben den Sälen im Palas ist vor allem die romanische Kapelle sehenswert. Die "Via-Claudia-Augusta" führte einst durch den Vinschgau - mit ihr beschäftigt sich die Dauerausstellung.

Kuratorium Schloss Kastelbell

Schlossweg 1

39020 Kastelbell-Tschars

Südtirol

Zur Geschichte - Es war einmal ...

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Von der Wehrburg zum Renaissanceschloss Schloss Kastelbell wurde von den Herren von Montalban erbaut und 1238 das erste Mal urkundlich erwähnt. Schon bald verloren sie ihren Stammsitz an die Tiroler Grafen, die nach einer Restaurierung die Burganlage als Gericht nutzten. Nach mehrmaligem Besitzwechsel ging Kastelbell 1531 als Pfandlehen an Sigmund Hendl über, der die einstige Wehranlage in ein Renaissanceschloss umbaute. Nach zwei Großbränden im frühen 19. Jahrhundert zerfiel das Schloss, bis es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts umfangreich restauriert und zum Teil rekonstruiert wurde. Seitdem ist Kastelbell für die Öffentlichkeit als Museum und Veranstaltungsort zugänglich. Sehenswert sind die romanische Burgkapelle und die "Rauchküche" aus der Anfangszeit, die Säle im Palas und die Dauerausstellung "Via Claudia Augusta". Verantwortlich dafür zeigt sich das Kuratorium Schloss Kastelbell, das sich seit 1999 um die Revitalisierung kümmert.  

Wandertipp - Burgenweg

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Schloss Kastelbell Radroute Vinschgau

Schwierigkeit: leicht

Start: Dorfplatz von Kastelbell
Strecke: 5 km
Dauer: 2:00 h
Aufstieg: 233 m
Abstieg: 223 m


Wegbeschreibung
Sie starten am Dorfplatz in Kastelbell zum Köfelgut und gehen auf dem Latschanderwaal Nr. 3 in Richtung Osten. Dann wird die Trumsbergerstraße überquert und nach dem Wildzaun finden Sie den Wegweiser "Kastelbeller Sunnenweg". Jetzt geht es aufwärts durch einen Flaumeichenbestand zur Burgruine Hochgalsaun. An der Ostseite des Burghügels steigen Sie ab und kommen wieder zum Waalweg, der Sie zurück nach Kastelbell bringt. Sie können auch weiterwandern nach Osten über den Schnalswaal bis nach Tschars oder Juval.
Anfahrt
Mit dem Auto oder Zug bis zum Bahnhof in Kastelbell

Parken 
Bahnhof Kastelbel  

Wandertipp - Drei-Burgen-Weg

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Schloss Annenberg Vinschgau Herbst

Schwierigkeit: mittel 

Start: Schloss Goldrain
Strecke: 19,7 km
Dauer: 4:45 h
Aufstieg: 1.153 m
Abstieg: 1.153 m


Rundtour vom Schloss Goldrain über Schloß Annaberg, einen Teil Vinschgauer Höhenweg, Kastelbell und den Waalweg zurück nach Goldrain.

Wegbeschreibung
Vom Schloss Goldrain geht es bergauf zum Goldrainer Panoramaweg. Von dort zum Schloss Annaberg. Ein Stück des Weges über den St. Martinsweg. Danach über den Wanderweg Nr. 6 auf den Weg Nr. 7. Diesen wieder verlassen um auf dem St. Martinsweg weiter zu laufen. Oberhalb des Platzhof auf den Vinschgauer Höhenweg Route 2 wechseln. Auf dem Weg 1b geht es dann hinab in Richtung Kastelbell. Auf dem Waalweg (Nr. 3) geht es oberhalb von Schloss Kastelbell weiter vorbei an Latsch in Richtung Tis bis zum Schloss Goldrain.  

Wandertipp - Panoramaweg Goldrain

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Schloss Goldrain Burgenstrasse Südtirol

Schwierigkeit: leicht  

Start: Schloss Goldrain
Strecke: 6,9 km
Durata: 2:00 h
Aufstieg: 345 m
Abstieg: 345 m


Kurze, aussichtsreiche Runde in einzigartiger Landschaft auf schönen und leicht bewältigbaren Wegen. Vom nördlichen Teil des Dorfes Goldrain auf einem breitem Fahrweg mit der Beschilderung "Panoramaweg" startet die Panoramarunde , zuerst geht es ein Stück aufwärts und dann nach rechts bis zur Schlucht des Tiss- Baches. Nun überqueren Sie eine Hängebrücke die über die Schlucht führt und weiter geht es über die für Vinschgau typischen Steppenhänge. Immer weiter der Abzweigung eines bergauf führenden Weges folgend und weiter dem Panoramaweg entlang, der seine Richtung jetzt ändert. Während der Wanderung gibt es einige erblicken besondere Kulturgüter zu entdecken. 

Schloss Juval Vinschgau Wald Himmel

Schloss Juval 

Mythos Berg
Das Schloss ist Sommerwohnsitz des bekannten Südtiroler Bergsteigers Reinhold Messner, der sich hierher zurückgezogen hat, um biologischen Weinanbau zu betreiben.

Schloss Juval - MMM

Juvalweg 3

39020 Kastelbell-Tschars

Südtirol

Zur Geschichte - Es war einmal ...

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Ausstellung Schloss Juval

Mythos Berg Juval thront weit sichtbar auf einem prähistorischen Kultplatz am Eingang des Schnalstales. Das Schloss ist Sommerwohnsitz des bekannten Südtiroler Bergsteigers Reinhold Messner, der sich hierher zurückgezogen hat, um biologischen Weinanbau und einen Bergtierpark zu betreiben. Seine Kunstsammlungen umfassen eine umfangreiche Tibetika- und Maskensammlung, eine Abenteuer-Bibliothek und Bilder heiliger Berge. 

Baugeschichtlich geht die Burg auf Hugo von Montalban zurück, der die Anlage 1278 errichtete. 1368 kam Juval in den Besitz der Herren von Starkenberg, 1540 in den Besitz von Hans Sinkmoser, der die mittelalterliche Wehranlage grundlegend veränderte und ihr einen Renaissancecharakter verlieh. Jahrhunderte später kaufte der Niederländer William Rowland 1913 die baufällige Burg, um sie vor dem Verfall zu retten. Mit dem Zweiten Weltkrieg wurde Juval sich selbst überlassen, bis 1983 Reinhold Messner das Bauwerk übernahm. Heute ist Juval Wohnort und Museum. 

Wandertipp - Waalweg Schloss Juval - Kastelbell

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Waalweg Kastelbell Tschars Kinder Wasser

Schwierigkeit: leicht

Start: Schloss Juval

Strecke: 6,9 km
Aufstieg: 125 m

Abstieg: 426 m 

Dauer: 3:00 h

Bei der Wanderung von Schloss zu Schloss auf dem malerischen Waalweg können Wanderer den Vinschgau von seiner schönsten Seite erleben.

Wegbeschreibung
Diese einfache Wanderung führt uns entlang der Nordhänge des Südtiroler Apfelparadieses Vinschgau vom Wohnsitz Reinhold Messners hin zum beschaulichen Schloss Kastelbell und verspricht nicht nur landschaftliche, sondern auch kulturelle Höhepunkte. Sie beginnt beim Schloss Juval, dem Wohnsitz der Bergsteigerlegende Reinhold Messner. Die einzigartige Kunstsammlung Messners kann im Frühjahr (April bis Juni) und Herbst (September bis November) täglich besichtigt werden. Weiter geht es auf durchwegs einfachem Weg vorbei an den „Waale“ genannten Bewässerungskanälen der Vinschger Obstbauern. Den Abschluss der Tour bildet das sehenswerte Schloss Kastelbell, das im Rahmen von Führungen auch besichtigt werden kann 

Das Schloss hat von Ende März bis Ende November geöffnet.

Wandertipp - Ortlsteig

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Ortlsteig Schloss Juval Burgenstrasse Südtirol

Schwierigkeit: mittel

Start: Schloss Juval

Strecke: 2,0 km
Aufstieg: 121 m 

Abstieg: 121 m 

Dauer: 1:50 h

Die Sonne, im Dialekt "Sunn" ist die alles bestimmende Kraft am Vinschger Sonnenberg. Sie heizt die Felsen auf und taucht die Landschaft in ihr goldenes Licht. Herrliche Ausgangspunkte wechseln mit kuriosen, spannenden und unerwarteten Einblicken in die Geheimnisse eines sensiblen Gleichgewichts von Naturkräften. 

Wegbeschreibung
Die folgen dem Steig hinter dem Felsen, der sich beim Schlosswirt in Juval befindet. Sie gelangen zu einer Forststraße, die Sie zu den Resten des alten, aufgelassenen Stabener Waales führt. Dieser Teilabschnitt der Wanderung ist mit einem Eisensteg gesichert und bietet tiefe Einblicke in die Schnalstaler Schlucht. Nach einer kurzen Wanderung erreichen Sie den Unterortlhof. Von dort gibt es einen Shuttledienst zurück zum Schlosswirt oder nach Staben, von wo aus Sie die Vinschger Bahn nehmen können.

 

Essen & Trinken

Beherbergung & Unterkunft

Gartenanlagen