Meran & Umgebung

Die Entstehung und Bedeutung von Meran ist eng mit den Grafen von Tirol verbunden. 1141 urkundlich zum ersten Mal erwähnt ließen sich die aus dem Vinschgau zugewanderten Grafen auf einer Burg oberhalb von Meran nieder, deren Namen sie fortan trugen. Meinhard II, der sich gegen die Bischöfe in Brixen und Trient durchsetzen konnte, einte das Land und gab dem "Land an der Etsch und im Gebirge" seinen heutigen Namen. Meran war damals Hauptstadt von Tirol und erhielt neben den Lauben eine Wehranlage mit vier Stadttoren, von denen noch heute drei existieren. 

In dieser Zeit prägte die Münzprägestätte von Meran den "Kreuzer", eine Silbermünze mit Doppelkreuz, die im gesamten süddeutschen Wirtschaftsraum Verwendung fand. Die Blüte der Stadt war aber von kurzer Dauer. Seine Enkelin Margarethe Maultasch verblieb kinderlos und so übertrug sie die Grafschaft 1363 den Habsburgern. Gleichzeitig verlor die Stadt Meran die landesfürstliche Residenz an die Stadt Innsbruck.

Stadtturm mit Bergen in Meran

Museum & Besichtigung

Schloss Tirol

Schloss Tirol

Residenzburg der Grafen von Tirol
Schloss Tirol gab dem "Land im Gebirge" seinen Namen. Die weitläufige Anlage zählt zu den besterforschten Burgen Mitteleuropas und dient heute als Museum für die Tiroler Landesgeschichte. Wechselnde Ausstellungen runden das Angebot ab.

Südtiroler Landesmuseum für Kultur und Landesgeschichte
Schlossweg 24
39019 Tirol
Südtirol

Zur Geschichte - Es war einmal ...

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Residenzburg der Grafen von Tirol

Schloss Tirol ist die ganz besondere Burg. Von ihr erhielt das Land den Namen. Errichtet wurde sie um 1100, vergrößert 1130, dann immer wieder verändert, ausgebaut und renoviert. Heute zählt die weitläufige Anlage zu den besterforschten Burgen Mitteleuropas. Ein Gang durch die Räume vor allem im Palas lässt die Qualität der romanischen Steinportale bestaunen. Die zweigeschoßige Burgkapelle zum hl. Pankratius hat noch ihre gotischen Wandmalereien bewahrt. Hier treffen wir auf die älteste farbige Darstellung des Tiroler Landeswappens. Die Räume der Burg werden als Museum genutzt. Ausstellungen machen mit Teilen der Geschichte Tirols vertraut. Im Bergfried, dem 37 Meter hohen Burgturm, wird die Geschichte Südtirols aus dem 20. Jahrhundert erzählt. Unvergesslich ist der Blick von der obersten Ebene aus. In der Vorburg fesselt der Blick ins Etschtal. Hier gibt es weiters die Ausgrabungen einer frühchristlichen Kirche zu sehen. Das Landesmuseum für Kultur und Landesgeschichte überrascht immer wieder mit einem breiten Angebot von Ausstellungen.

Wandertipp - Von Dorf Tirol zu Schloss Tirol

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Romanische Säule Schloss Tirol

Von Dorf Tirol nach Schloss Tirol Meran

Schwierigkeit: leicht 

Start: Tourismusverein Dorf Tirol
Strecke: 1,6 km
Dauer: 0:32 h
Aufstieg: 105 m
Abstieg: 38 m


Einfacher Spaziergang entlang des Schlossweges vom Dorfzentrum zum Schloss Tirol.   

Wegbeschreibung
Vom Tourismusverein Dorf Tirols im Zentrum den Schildern nach Schloss Tirol folgen. Vorbei an der Pfarrkirche zweigt der Schlossweg oberhalb des Friedhofes links ab. Durch eine kleine Gasse führt der Weg bis zum Aussichtspunkt "Doss". Dort zweigt der Schlossweg rechts ab und verläuft anfangs zwischen Weinbergen und Obstwiesen, danach durch einen kleinen Tunnel, das "Knappenloch", und über eine Brücke, die den Köstengraben quert. Zuletzt folgt ein kurzer, steiler Anstieg zum Schloss.  

Brunnenburg mit schneebedeckten Bergen

Brunnenburg

Vom Leben am Steilhang
Die Burg beherbergt heute das Südtiroler Landwirtschaftsmuseum, das Einblick in das  einstige Leben der Bergbauern und in alte Handwerksberufe gibt.

Brunnenburg

Ezra Pound Weg 3

39019 Tirol 

Südtirol

Zur Geschichte - Es war einmal ...

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Tor zur Brunnenburg

Vom Leben am Steilhang «Pruneperg» war den alte Name eines Geländes unterhalb von Schloss Tirol, wo heute noch zahlreiche Quellen fließen. Hier erbaute Wihelm  Tarant, Ministeriale der Grafen von Tirol um 1250 auf einem Glatzialschuttkegel die Brunnenburg. Solange Schloss Tirol als Residenz der Landesfürsten diente, erfüllte auch die Brunnenburg ihre Funktion als wichtiger Vorposten der Tiroler Dynastenburg. Im 16. Jahrhundert verfiel sie zur Ruine bis sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in historisierenden Formen renoviert wurde.

Von 1958 bis 1962 diente sie als Wohnsitz des amerikanischen Dichters Ezra Pound (1885-1972) der hier seine letzen «Cantos» schrieb und beherbergt heute das Südtiroler Landwirtschaftsmuseum, das Einblick in das  einstige Leben der Bergbauern und in alte Handwerksberufe gibt.

Die Brunnenburg ist nach wie vor ein Ort literarischer und musikalischer Begegnungen; schon seit dem Mittelalter werden hier auch erlesene Weine produziert.

Wandertipp - Algunder Waalweg

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Waalweg Algund

Algunder Waalweg Meran

Schwierigkeit: mittel 

Start: Tourismusverein Dorf Tirol
Strecke: 10,5 km
Dauer: 3:00 h
Aufstieg: 374 m
Abstieg: 374 m


Allgemeine Beschreibung
Angenehme Rundwanderung von Dorf Tirol über den ca. 6 km langen Algunder Waalweg und St. Peter. Die Wanderung verläuft hauptsächlich entlang von Weinbergen und bietet traumhafte Ausblicke auf das Etschtal und Dorf Tirol.

Wegbeschreibung
Vom Tiroler Dorfzentrum (Tourismusverein) geht es die Hauptstraße abwärts bis zum Minigolf. Von dort zweigt die Keschtngasse ab, dieser folgen bis die Straße in den Gnaidweg einmündet. Rechts den Gnaidweg weiter bis zum Thurnerschlössl. Dort rechts abbiegen und etwa 200 m auf der Thurnsteinstraße bergauf gehen. Die Hängebrücke auf der linken Seite markiert den Eingang des Algunder Waalweges. Diesen bis zum Ende durchwandern. Umkehren und denselben Weg bis zur Abzweigung beim Grabbach wieder zurücklaufen. Am Grabbach links abbiegen und dem Weg bis zur Abzweigung Richtung St. Peter folgen. Auf den Ochstentodweg Richtung St. Peter abbiegen. Von dort geht es nach St. Peter und über Schloss Tirol zurück zum Ausgangspunkt ins Zentrum Dorf Tirols.

Parken
Kostenpflichtiger Parkplatz unterhalb des Tourismusvereins bei der Abzweigung zum Aichweg.

Öffentliche Verkehrsmittel 
Mit dem Bus(221) von Meran bis zum Dorf Tiroler Busbahnhof im Dorfzentrum. 

Schloss Trauttmansdorff Seebühne Schlossgarten

Schloss Trauttmansdorff

Südtiroler Landesmuseum für Tourismusgeschichte
Schloss Trauttmansdorff zeigt in seinen Mauern 200 Jahre Tourismusgeschichte des Landes Südtirol. Das Museum nimmt dabei die Perspektive des Reisenden und des "Bereisten" ein.

Schloss Trauttmansdorff
St. Valentinstraße 51 a
39012 Meran
Südtirol

Schlossgeschichte

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Deuster-Saal Schloss Trauttmansdorff

An der Stelle von Schloss Trauttmansdorff befand sich eine kleine Burg aus dem 13. Jahrhundert namens Neuberg. 1543 kaufte Nikolaus von Trauttmansdorff die Burg und erweiterte sie. Bereits drei Generationen später starb diese Linie der Trauttmansdorffer aus; zeitgleich verlor man das Interesse an der Burg und überließ sie ihrem Schicksal. Mit dem Einsturz eines Turms 1777 wurde die Burgkapelle zerstört und Neuberg wurde zur Ruine. Erst 1846 nahm sich wiederum ein Trauttmansdorffer um das verfallene Gebäude an, erweiterte die Anlage auf die heute bekannten Ausmaße und überzog das Schloss mit historisierenden Elementen. An der Stelle der alten Burgkapelle errichtete er eine neugotische Kapelle, in deren mittelalterlichen Krypta er 1867 beigesetzt wurde. 

Das Schloss erbte Moritz von Leon, der vermutlich ein unehelicher Sohn von Joseph war. In seine Zeit fiel ein bemerkenswertes Ereignis: Kaiserin Elisabeth von Österreich weilte 1870 für acht Monate auf dem Schloss, das mittlerweile den Namen des verstorbenen Joseph von Trauttamansdorff trug. Kaiserin Elisabeth, die für ihre ausgiebigen Spaziergänge und Wanderungen bekannt war, fand die nötige Zurückgezogenheit vom Hof in Wien. Meran sollte der Kaiserin immer in guter Erinnerung bleiben. Vor allem die schnelle Genesung ihrer kranken Tochter Marie Valerie war dafür verantwortlich und ließ Elisabeth 1889 wieder von Schloss Trauttmansdorff zurückkehren. 

Für die Stadt am Fuße des Schlosses bedeutete der Aufenthalt der österreichischen Kaiserin einen großen Zuwachs an Bekanntheit: Meran wurde für den damals aufkommenden "Fremdenverkehr" zum wichtigen Kurort im Süden der Donaumonarchie. Die Stadtplanung ließ zahlreiche Promenaden und Parkanlagen entstehen, das relativ gemäßigte Klima im Winter und im Sommer ließ Meran mit Schloss Trauttmansdorff zu dem werden, was viele als den botanischen Garten Südtirols bezeichnen würden. 

Museum für Tourismusgeschichte

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Schloss Trauttmansdorff zeigt in seinen Mauern 200 Jahre Tourismusgeschichte des Landes Südtirol. Der Besucher wird durch 20 Räume geführt, wo anhand von detailgetreuen Modellen und Filmen, Inszenierungen und Sammlungen der Wirtschaftszweig des "Fremdenverkehrs" erklärt wird. Das Museum erzählt die Geschichte aus der Perspektive des Reisenden und des "Bereisten".

Hinweis:  Die Besichtigung von Schloss Trauttmansdorff mit dem Touriseum ist im Eintrittspreis der Gärten von Schloss Trauttmansdorff inbegriffen. 

Die Sammlungen

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Kutsche Schloss Trauttmansdorff

Schloss Trauttmansdorff beherbergt zahlreiche Sammlungen, die im Museum für Tourismusgeschichte zugänglich sind:

  • Gedecke & Speisekarten


  • Fotos & Prospekte


  • Hotelzubehör


  • Plakate


  • Souvenirs


  • Kuriositäten

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

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Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Im Freigelände von Schloss Trauttmansdorff wurden auf einer Fläche von 12 ha 80 Gartenlandschaften angelegt. Der Höhenunterschied beträgt bis zu 100 Höhenmetern und ist zum Teil auch mit dem Kinderwagen befahrbar. Mit Pflanzen, Sträuchern und Bäumen aus aller Welt  ist der Schlossgarten in vier Themenbereiche gegliedert:   

  • Waldgärten - Miniaturwälder aus Amerika und Asien 


  • Sonnengärten - Landschaftsbilder des Mittelmeerraums


  • Wasser- und Terrassengärten - Gartenräume mit Treppen und Wasserläufen 


  • Landschaften Südtirols - ursprüngliche heimische Pflanzenwelt.

Essen & Trinken

Beherbergung & Unterkunft

Gartenanlagen