Lienz & Umgebung

Urkundlich wurde Lienz das erste Mal zwischen 1022 und 1039 als "locus luenzina" erwähnt. Spätere Schreibweisen für Lienz sind z. b. "Lionza", "Luonzi" oder "Lüenz". Der heute bekannte Name "Lienz" tauchte erstmals 1595 auf. 

Die Grafen von Görz, die mit der Geschichte der Stadt Lienz verbunden sind, tauchen zunächst als Verwalter des Lienzer Gau auf. 1100 überantwortete man ihnen die Vogtei (Schutzherrschaft) über das Patriarchat von Aquileia, womit große Gebietszuweisungen nach Süden hin verbunden waren. Seitdem nannten sie sich "von Görz". Die Grafen von Görz sollten die Grafschaft bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1500 inne haben.

Siedlungsgeschichte der Stadt Lienz

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Das Talbecken von Lienz kann eine lange Siedlungsgeschichte aufweisen, die bereits 2.000 v. Chr. einsetzte. Überaus gut nachzuvollziehen ist aber die Siedlungsgeschichte der Kelten, die im Bereich der Ostalpen das Königreich "Noricum" bildeten. Die Kelten, die mit dem Römischen Reich Handel trieben, stellten sich 15 v. Chr. unter die römische Oberhoheit. 40 n. Chr. wurde "Noricum" zur römischen Provinz und es setzte die Romanisierung der Kelten ein. Zu dieser Zeit benannte Kaiser Claudius die ehemals keltische Siedlung am Debantbach (Talbecken von Lienz) in ein "Municipium" - eine selbstverwaltete Stadt - um. Das "Municipium Claudius Aguntum" erlebte in den kommenden zwei Jahrhunderten eine Blütezeit. Von Aquileia aus kam es in dieser Zeit zur Christianisierung des östlichen Alpenraumes; in Aguntum selbst residierte ab dem 4. Jahrhundert ein Bischof. 


In den darauf folgenden Jahrhunderten der Völkerwanderung wurde auch Aguntum verwüstet; 610 kam es zu einer entscheidenden Schlacht zwischen den Bajuwaren und den Slawen, die zur Festlegung des politischen Territoriums führte: das Pustertal wurde zum Herzogtum Baiern, das Talbecken von Lienz zum Herzogtum Kärnten geschlagen.

Mit der Gründung des Benediktinerklosters Innichen durch Baiernherzog Tassilo IIi 769 kam es mithilfe von Aquileia und Salzburg zur Christianisierung der Slawen östlich vom Lienzer Talboden. Als 811 Karl der Große die Drau als Grenze der Missionsgebiete von Aquileia und Salzburg festlegte, verblieb die nördlich gelegene Urpfarre St. Andrä beim Patriarchat von Aquilea. Urkundlich wurde dieser Ort das erste Mal zwischen 1022 und 1039 als "locus luenzina" erwähnt. Spätere Schreibweisen für Lienz sind z. b. "Lionza", "Luonzi" oder "Lüenz". Der heute bekannte Name "Lienz" taucht erstmals 1595 auf. Ein Grafengeschlecht, das zunächst den Lienzer Gau in der Grafschaft Lurngau verwaltete, überantwortete man 1100 die Vogtei (Schutzherrschaft) über das Patriarchat von Aquileia. Damit waren große Gebietszuweisungen nach Süden hin verbunden. Seitdem nannten sie sich "von Görz".  Die Görzer sollten die Grafschaft bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1500 inne haben. 

Museum & Besichtigung

Schloss Heinfels mit Vogelbeeren

Schloss Heinfels

Die Geschichte einer Königin

Museum Burg Heinfels
Panzendorf 1
9919 Heinfels
Österreich

Zur Geschichte - Es war einmal...

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Aufstieg Bergfried Schloss Heinfels

Die Geschichte einer Königin Die Burg Heinfels ist das Wahrzeichen des östlichen Pustertals und wird erstmals 1239 erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrmals ihre Besitzer: Von den Görzern, den Habsburgern bis zur Unternehmerfamilie Loacker, die die Burg 2005 erwarb. 

Nach einer Restaurierungsphase wurde Heinfels als Museum eröffnet.

Schloss Heinfels Eingang Shop

Eingang und Shop

Schloss Heinfels Vorburg und Wehrgang

Vorburg und Wehrgang

Schloss Heinfels Vorburg und Ausstellung

Vorburg und Ausstellung

Schloss Heinfels Innenhof

Innenhof

Schloss Heinfels Zeitstiege

Zeitstiege

Schloss Heinfels Kanonenöfen

Kanonenöfen

Schloss Heinfels Palas

Palas mit Bergfried

Schloss Heinfels Aufgang Bergfried

Aufgang Bergfried

Schloss Heinfels Südliches Burgtor

Südliches Burgtor

Schloss Heinfels Sankt Laurentius

Schlosskapelle Hl. Laurentius

Schloss Bruck Lienz

Schloss Bruck

"... eines Fürsten würdig" - die Burg aus dem 13. Jh. zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten im Pustertal und beherbergt heute das Museum der Stadt Lienz, in dessen Mittelpunkt die Werke des Malers Albin Egger-Lienz stehen.

Schloss Bruck
Schlossberg 1
9900 Lienz
Österreich

Zur Geschichte - Es war einmal...

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 „... eines Fürsten würdig" – so charakterisierte der Tiroler Topograph Beda Weber Schloss Bruck, die ehemalige Residenz der Grafen von Görz (1500 ausgestorben). Die landschaftsbeherrschende, an der Westeinfahrt von Lienz aufragende Burg aus dem 13. Jh. zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten im Pustertal und beherbergt heute das Museum der Stadt Lienz, in dessen Mittelpunkt die Werke des Malers Albin Egger-Lienz stehen. Die Präsentation führt von den Anfängen seines künstlerischen Schaffens hin zum bildgewaltigen, eindringlichen Spätwerk. Höhepunkte des Schlossrundgangs sind die zweigeschossige Kapelle mit reichem spätgotischen Freskenschmuck aus der Hand des Pustertalers Malers Simon von Taisten und der romanische Rittersaal mit original erhaltender bemalter Balkendecke. Der stimmungsvolle Innenhof wird im Sommer zur Bühne für Konzerte und Theater. Faszinierend ist auch der Blick auf die Stadt, die Dolomiten und den gesamten Lienzer Talboden.

Albin-Egger-Lienz - Dauerausstellung...

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Kind auf dem Stuhl

An der Westeinfahrt von Lienz ragt Schloss Bruck aus dem 13. Jh. empor. Sie zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten im Pustertal und beherbergt heute das Museum der Stadt Lienz, in dessen Mittelpunkt die Werke des Malers Albin Egger-Lienz stehen.

Die Egger-Lienz-Galerie in Schloss Bruck beherbergt die größte Werksammlung des österreichischen Malers neben dem Leopold Museum in Wien, dem Land Tirol und dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck.

Die Präsentation umfasst das Gesamtwerk vom Historismus bis zum Expressionismus, wobei die Hauptwerke das Schicksal des bäuerlichen Menschen zwischen Leben und Tod zeigen. Seine Bilder zum Ersten Weltkrieg nehmen diese Dramatik wiederum auf und zeigen Menschen in ihrem schicksalhaften Leben. Abgerundet werden seine Bilder mit Porträts, Landschaftsbildern und graphischen Werken.  

Die Antikriegsbilder sind Dokumente einer unheroischen Dramatik. Porträt und Landschaft sowie Einblicke in das graphische Werk runden den Blick auf seine beeindruckende und tief empfundene Kunst ab.

                               

Die Egger-Lienz-Sammlung auf Schloss Bruck ist die letzte von sieben Stationen eines Themenweges, der sich diesem großen österreichischen Künstler widmet.

Albin Egger Lienz
Fastentuch
Albin Egger Lienz
Albin Egger Lienz

Essen & Trinken

Beherbergung & Unterkunft

Gartenanlagen